20.04.18 Abseits bekannter Wege in Luzern

Am 20. April 2018 fuhren 20 Frauen mit dem Bahnersatz nach Luzern. Im Vögeligärtli begrüssten uns bei strahlendem Sonnenschein Fritz und Marion, unsere zwei Guides. Fritz ein ehemaliger Obdachloser und Marion, beide drogensüchtig, erzählten auf der Tour authentisch ihre ganz persönliche Geschichte. So war z.B. das Vögeligärtli früher das Himmelbett von Fritz. Wir erfuhren einiges über die Gassenarbeit, welche sucht- und armutsbetroffenen Menschen professionell unterstützt.

 

Einen weiteren Stopp legten wir vor dem Drop-in, der ambulanten Behandlungsstelle für Drogenabhängige ein. Dort erzählten beide von ihrem Entzugsprogramm. Unsere Tour endet bei der Obdach-Notschlafstelle. Bei eisigkalten Nächten hatten sie dort kurzfristig ein Dach über dem Kopf. Hier konnten sie kochen, baden und ihre Kleider über Nacht zum Waschen geben.

 

Den Absprung hat Fritz vor 5 Jahren durch seine grosse Liebe zu Marion geschafft. Fritz hat Marion nach einem Gefängnisaufenthalt zivil geheiratet. Jetzt haben sie ein gemeinsames Ziel vor Augen. Marion und Fritz grösster Wunsch ist es, sobald sie clean sind, ihre Hochzeit in Weiss zu feiern.

 

Nach der zweistündigen Führung haben wir uns im Tibits mit einer feinen Rüeblisuppe mit Brot gestärkt.